Apfelküchlein zum Erntedankfest

Bild Apfelküchlein mit Frischkäsetopping

Apfelküchlein mit Frischkäsetopping und Apfelweinschaum

Zum Erntedankfest haben Moderatorin Silke Scriba und ihre Mutter Uschi Rodemerk leckere Rezepte gekocht, in denen wir das verwendet haben, was die Wetterau in dieser Jahreszeit so hergibt. Darunter auch diese leckeren Apfelküchlein, die die guten Wetterauer Äpfel gleich in dreierlei Variationen vereinen: als Apfel, Apfelwein und Apfelschnaps.

Und so einfach waren sie gemacht:

Zuerst etwa einen halben Apfel in Stücke schneiden und in Apfelschnaps marinieren (wir haben den von „Born in the Wetterau“ genommen, weil er leicht süß-karamellig und aromatisch ist). Am besten etwas mehr zum Marinieren verwenden, denn der Schnaps wird noch gebraucht!

Am darauffolgenden Tag einen Rührkuchenteig herstellen aus 150 gr Zucker, 150 gr Butter (weiß aufschlagen, damit der Teig später fluffig wird!), 2 Eiern und 150 gr Mehl plus einem TL Backpulver. Zum Schluss die Apfelstückchen unterziehen. Bei ca. 170 Grad 12 Muffins daraus backen.

In der Zwischenzeit 50 gr Zucker in 50 gr Wasser aufkochen, bis er aufgelöst ist, danach den Apfelschnaps zugeben (nicht mehr kochen, damit der Alkohol nicht verfliegt).

Nach ca. 15 Minuten Stäbchenprobe machen, Muffins aus dem Ofen nehmen, wenn kein Teig mehr am Stäbchen hängen bleibt. Die noch heißen Muffins mit der Schnaps-Zuckerlösung tränken.

Während dem Auskühlen 300-400 gr Frischkäse mit ca. 3-4 EL Sahne, etwas geriebener Zitronenschale und 30-40 gr Puderzucker verrühren. Frischkäsecreme als Topping aufsetzen und mit Krokant bestreuen.

Vor dem Servieren 5 Eigelb mit 80 gr Zucker und 150 ml Apfelwein heiß aufschlagen (bis auf 95 °C), bis die Creme dick geworden ist. Dann über eiskaltem Wasser wieder kalt schlagen. Die Creme als Spiegel auf einen Teller setzen und das Törtchen daraufsetzen.

 

Bilder aus dem Sendebetrieb


Während heute morgen um halb acht noch himmlische Stille in der Redaktion herrschte, ist am Nachmittag während des täglichen Magazins „Jetzt“ jede Menge los. Zwei Nachrichtenredakteure, drei „Jetzt“-Redakteure und eine Gastmoderatorin arbeiten an Sendungsplanung, Nachrichten und Moderationen. Derweil im Studio: Stefan Erbe moderiert „Jetzt“. Schon gestern haben Leif Scriba und Wolfgang Wenzel ganz entspannt dem „Klassikradio“ gelauscht.

Kochen wie zu Uromas Zeiten

Die Kochbuchlandschaft war groß um 1900; als jedes gutes Bürgerhaus, das etwas auf sich hielt, sich abends mit Gästen zum mindestens siebengängigen Diner niederließ. Da wurden jeden Abend zahlreiche Ideen gebraucht und folglich enthielt jedes Kochbuch im 19. Jahrhundert etliche Vorschläge für Mehrgang-Menüs.

Wir haben uns auf drei Gänge beschränkt, jedoch durchaus in Mengen gekocht, die damals üblich gewesen sein dürften – eben für mindestens zehn Personen.

Alle Rezepte stammen aus historischen Kochbüchern aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

Vorspeise: Pfannkuchen-Suppe

Pfannkuchensuppe

Pfannkuchensuppe

Man koche eine Brühe aus Huhn. Die Pfannkuchen-Einlage wird aus einem Pfannkuchen-Teig aus Eiern, Mehl und Milch gerührt, verfeinert mit frischen Gartenkräutern. Es muss sich ein dünnflüssiger Teig daraus rühren lassen. Aus diesem backe man dünne Pfannkuchen lichtgelb aus. Diese rollt man ein, schneidet sie in dünne Streifen und richtet sie in Tellern mit der Brühe darüber an.

 

Hauptgang: Falscher Hase

Falscher Hase deluxe

Falscher Hase deluxe mit Speck und Eiern (als Symbole für das Herz des Hasen)

Wurde dieser früher aus Fleischresten gemacht, die in der Küche abfielen, nehmen wir heute gemischtes Hack dafür. Man vermischt 1 kg Hack mit 50 g flüssiger Butter, 3 Eiern, Senf, Salz, Pfeffer und einem kleinen Glas Sardellen (püriert). Dann formt man daraus einen Hasen (oder ähnlich), belegt ihn mit einigen Streifen Frühstücksspeck und füllt ihn mit gekochten Eiern (diese symbolisieren das Hasenherz und vermehren die Masse). Der Braten wird etwa eine Stunde lang im Ofen gebraten. Das historische Rezept sieht vor, dass er währenddessen zusätzlich mit Butter und Sahne begossen wird.

Dessert: Pudding

Pudding

Pudding

Ein Pudding wurde um 1900 wie ein Flan zubereitet: nur Eier, Zucker und Sahne, ohne Mehl, Puddingpulver oder Stärke. Das Verhältnis muss so gewählt werden, dass die Eiersahne im Wasserbad stockt (Achtung: Niemals kochen lassen!). Umso mehr Eier, umso besser. Zur Verfeinerung gibt man zur Masse das Mark einer Vanilleschote hinzu.

 

Morgens um sechs in der Redaktion

Früh morgens ist die Welt im Sendezentrum noch ganz ruhig – abgesehen natürlich von der Musik aus dem Studio, wo das Frühstücksradio gerade beginnt. Die Nachrichtenredaktion ist noch nicht da, die anderen Radiomacher tanken Kraft für den anstehenden Sendetag. Nur der Programmverantwortliche kocht Kaffee und schaut dem Morgengrauen über dem Hexenturm zu.

Die Redaktion morgens um sechs.

Noch im Dämmerlicht und herrlich ruhig – frühmorgens in der Redaktion

Dafür passiert heute Mittag umso mehr. Viele Einzelveranstaltungen laden heute zum Verweilen auf dem Jugendstilvestival in Bad Nauheim ein – und unsere Reporter sind mittendrin dabei.
Zunächst stimmen wir Sie in unserem Kochstudio ein bisschen ein mit kulinarischem und der Musik aus der Zeit des Jugendstils. Und dann alles vom Jugendstilfestival in Jetzt! (15-19 Uhr) mit unseren Reportern Constanze Fett, Marco Pfeiffer und Stefan Erbe.