PM: Schneiden, bohren, löten: fertig ist das Radioino

Radio-Bastel-Workshop der Welle West Wetterau findet große Resonanz

Nicht nur „Radio machen“, sondern sich ein Radio basteln: Ein Workshop der besonderen Art fand jetzt bei den Machern der Welle West Wetterau statt. Der Verein, bei dem sich normalerweise jeder als Redakteur, Sprecher oder Techniker ausprobieren kann, veranstaltete für alle Bastler einen Praxistag, nach dem jeder sein selbst gebautes UKW-Radio in Händen hielt. Für diesen Workshop fand sogar eine vereinsübergreifende Kooperation statt, denn er wurde in Zusammenarbeit mit dem Ortsverband Wetzlar des Deutschen Amateur-Radio-Clubs erarbeitet und durchgeführt.

RadioIno "work in progress"

Das eigenes entwickelte „Radioino“ der Welle West Wetterau zum Selbstbasteln

Die einzelnen Komponenten des sogenannten „Radioino“ haben beide Vereine selbst entwickelt, immerhin 65 Einzelteile, die die Teilnehmer im Laufe des Tages schneiden und zusammenlöten mussten. Den Namen des kleinen Kästchens haben die Techniker der Vereine aus dem „Radio“ und dem „Arduino“ gebildet, einem Mikrocontrollerboard, das das Radio am Ende steuert. Auch die Software hatten die Macher der Welle West Wetterau selbst geschrieben, die am Ende für die gesamte Steuerung sorgte, etwa dass man das Radio lauter und leiser machen kann und Sender suchen kann. Ganz Findige unter den 16 Teilnehmern nutzten die freie Software sogar, um sie durch Programmierung ganz auf ihre persönlichen Vorlieben anzupassen.

Am Ende bestand das kleine Radio aus einer Wurfantenne, einem Lautsprecher, einer LCD-Anzeige, vier Bedientastern, einer Stromversorgung per USB – und das alles verbaut in einem transparenten Gehäuse, sodass man sich die eigene Arbeit auch anschauen kann. Die Teilnehmer jeden Alters hatten viel Spaß beim Basteln und konnten am Ende alle ihr Radio mit nach Hause nehmen.

Aufgrund der großen Resonanz soll der Workshop im kommenden Jahr erneut angeboten werden, mitmachen können sowohl Mitglieder als auch externe Interessenten. Wer selbst einmal mitbasteln möchte, sollte sich über die gängigen Social Media Kanäle bei Radio Welle West Wetterau melden, um rechtzeitig informiert zu werden.

Fertiges RadioIno in Händen

Die Teilnehmer durften die Teile zusammenlöten, um später ihr selbstgebautes Radio in Händen zu halten

Erstes Workshopwochenende gemeistert

Wie sieht die Radiolandschaft n Deutschland aus, wie plane ich meine erste Sendung, wie schreibe ich eine Moderation, welche Regler muss ich schieben, damit ich im Radio zu hören bin? Fragen über Fragen, auf die es dieses Wochenende ausführlich Antwort von Stefan und Silke gab. Ein bisschen Theorie war nötig, bevor es ans Training im Studio ging für drei „Radioneulinge“ und auch einige Mitglieder mit Erfahrung, die ihr Wissen nochmal auffrischen und vertiefen konnten. Mit rauchenden Köpfen und voller neuer Eindrücke ging der Sonntag zu Ende, die vertiefenden Workshops und Trainings stehen nun in den nächsten Wochen bis zur Sendewoche im Juli an.

Was Radio zu gutem Radio macht

„Alle Radiosender kochen nur mit Wasser. Die Frage ist nur, mit welchem Wasser ihr kocht.“

Input vom Profi: Kai Völker von hr1 hat uns zwei Tage lang im Studio besucht und jede Menge Wissen über gut gemachtes Radioprogramm vermittelt. Am Samstag morgen ging es los mit Airchecks, also kleinen Hörproben aller Teilnehmer und Feedback von Kai, dazu natürlich ein bisschen Theorie über gute Moderation: Inhalt, Authentizität, Leidenschaft, Haltung und Vorbereitung sind wichtig. Das ist es, was im übertragenen Sinne das „Markenwasser“ vom Discounterprodukt unterscheidet. In Kollegengesprächen haben wir Wettermeldungen geübt und reflektiert,  jeder hat eine persönliche Musikmoderation und eine bunte Meldung vorbereitet, die dann am Ende im Studio zumindest virtuell „on air“ ging. Beste Vorbereitung also für die Sendewoche ab dem 21. Oktober, wenn wir alle tatsächlich on air sind.

 

Die Sendewoche wirft ihre Schatten voraus …

Diskussion über die neuen Funktionen der Schnittsoftware

 

… daher haben wir uns heute im Sendezentrum mit der neuen Schnittsoftware auseinandergesetzt. Die braucht jeder Radiomacher, um die aufgenommenen Originaltöne, die er mit in die Redaktion bringt, in einen sendefähigen Zustand zu bringen, das heißt, sie zu einem Beitrag oder einer Umfrage zusammenzuschneiden. Am Ende muss der Techniker im Studio nur noch eine fertige Datei abspielen, in der der ganze Beitrag enthalten ist. Die Schnittsoftware ist also das Handwerkszeug für jeden Redakteur, um das Radioprogramm mit Inhalt zu füllen.

Bis zum 21. Oktober, wenn die Sendewoche in diesem Jahr wieder startet, haben wir jetzt Zeit, mit dem neuen Programm zu üben und Beiträge, O-Töne und Umfragen vorzubereiten.